Fadenalgen im Teich

Nicht selten berichten Teichbesitzer davon, dass unliebsame Fadenalgen Teiche besiedeln. Fadenalgen der Gattung filamentous algae stellen ebenso wie die Schwebealgen nur geringe Anforderungen an die Wasserqualität und die Temperatur. Sie gedeihen sogar unter Umständen, bei welchen andere Mikro-Organismen und Wasserpflanzen sich nicht einmal entwickeln können. Das Vorhandensein der grünen Algen ist ein positives Zeichen, da es einerseits für die Stabilität, andererseits für die biologische Qualität und Stabilität des Gartenteichs spricht. Fadenalgen bergen allerdings gleich mehrere Probleme. Einerseits absorbieren sie wertvolle Nährstoffe, andererseits halten sie das Sonnenlicht auf, welches für andere Wasserpflanzen von großer Wichtigkeit ist. Zudem sind diese Algen wahre Sauerstoffräuber.

Woran erkennt man Fadenalgen?

Wie der Name bereits vermuten lässt, weisen diese Algen die Form eines Fadens bzw. Drahtes auf. Die Fäden sind lang und grün und sie setzen sich meist an anderen Pflanzen oder Wänden fest. Wenn Fadenalgen ausgewachsen sind, werden aus den grünen Algen gelbbraune Fäden, die sich auflösen können. Nicht selten treiben diese einfach im Teich und halten das Sonnenlicht auf.

Wodurch wird das Wachstum von Fadenalgen begünstigt?

Fadenalgen deuten auf einen zu niederen Phosphat- und Nitratgehalt hin. Speziell nach den Wintermonaten ist der Gehalt an Nitrat besonders niedrig und somit stellt das Teichwasser nach dem Winter einen hervorragenden Nährboden für Fadenalgen dar. Demzufolge ist der KH-Wert zu gering und das Wachstum der bewusst gesetzten Wasserpflanzen stagniert. Die Algenbildung wird auch durch Rasendünger, welcher durch Niederschlag eingespült wird, angeregt. Ebenso können Schwankungen der Temperatur das Wachstum von der fadenförmigen Algen begünstigen. Ein weiterer Faktor, welcher die Bildung von Fadenalgen begünstigt, ist der Wechsel zu einem anderen Fischfutter.

Was kann vor dem Bau des Teichs beachtet werden?

Teichbesitzer sollten einige Aspekte bereits vor dem Anlegen des Teichs beachten, um optimale Bedingungen im Teichwasser zu schaffen und um zu verhindern, dass Fadenalgen entstehen und sich das Teichwasser grün färbt. Idealerweise sollte ein Gartenteich in mehrere Zonen gegliedert sein. Neben einer Sumpfzone sollte auf ein Flachwasser vorkommen. Ebenso sollte der Teich über Tiefenwasser von mindestens einem Meter verfügen. In diesen verschiedenen Zonen können Teichbesitzer die jeweils geeigneten Wasserpflanzen einsetzen. Um einen übermäßigen Bewuchs von Fadenalgen von vornherein vorzubeugen, sollte die Größe des Teichs beachtet werden. Es gilt zu bedenken, dass ein größerer Teich von Vorteil ist, da sich das Wasser langsamer als in einem kleinen Teich erwärmt. Aufgrund der geringeren Temperaturschwankungen kann der Bewuchs mit Fadenalgen minimiert werden und das Wasser wird nicht so schnell grün. Es ist ratsam, den Gartenteich nicht direkt unter Laubbäumen anzulegen, da die welken Blätter im Herbst in den Teich fallen und somit das Teichwasser mit zu vielen Nährstoffen anreichern, welche den Bewuchs mit Fadenalgen fördern.

Wie häufig sollten diese Algen entfernt werden?

Es ist wichtig, Fadenalgen regelmäßig zu entfernen, da die Algen beim Absterben schädliche Stickstoff-Verbindungen an das Teichwasser zurückgeben. Teichbesitzer erkennen anhand des grünlichen Schaums, dass die Algen beim Absterben sind. Ab Mitte April ist es empfehlenswert, die Algen zwei- bis dreimal wöchentlich zu entfernen. Sowohl im Juni als auch Juli ist das Entfernen alle drei Wochen ausreichend.

Womit können die fadenförmigen Algen herausgefischt werden?

Mit einem Kescher lassen sich die unliebsamen Algen zwar schnell und leicht herausfischen, allerdings besteht die Gefahr, auch andere Wasserpflanzen mit herauszuangeln. Alternativ kann ein dicker Ast eingesetzt werden, um welchen Teichbesitzer die Algen wie Spaghetti drehen. Hierbei handelt es sich um eine effektive und schonende Variante. Abzuraten ist vom Einsatz eines Rechens, da die Zinken die Teichfolie beschädigen können.

Wie entsorgt man Algen?

Die herausgefischten Algen können entweder im Biomüll entsorgt oder kompostiert werden.

Natürliche Algenbekämpfer

Gute Dienste gegen unliebsame Algen leisten Schwimmpflanzen, die besonders vermehrungsfreudig sind. Hierzu zählen beispielsweise Froschbiss, Krebsscheren und Wasserlinsen. Je mehr Wasserpflanzen in einem Gartenteich gepflanzt sind, desto weniger Nährstoffe stehen für das Algenwachstum zur Verfügung. Als Faustregel gilt, dass rund ein Drittel der Teichfläche mit Wasserpflanzen bewachsen sein sollte. Ein Springbrunnen ist nicht nur ein optisches Highlight, er bekämpft auch Fadenalgen, da das Wasser ständig in Bewegung ist. Auch Pumpen können den Bewuchs von Algen verhindern bzw. minimieren. Ein robuster Eichenast, der ins Teichwasser gelegt wird, kann den Bewuchs mit fadenförmigen Algen ebenso verhindern, da Gerbsäure abgegeben wird. Wichtig ist allerdings, dass der Eichenast entnommen wird, sobald er sich zu zersetzen beginnt. Mittlerweile sind spezielle Sauger am Markt, mit welchen Fadenalgen schnell und effizient aus dem Teich entfernt werden können. Ein sonniger Standort fördert den Befall mit Algen und somit ist eine Beschattung mit Pflanzen ratsam. Ideal zum Beschatten sind Wasserpflanzen mit Schwimmblättern wie beispielsweise Seerosen, Seekannen, Lotosblätter und Froschbiss. Wasserpflanzen, welche unter der Wasseroberfläche gedeihen, besitzen eine reinigende Wirkung. Hierzu zählt zum Beispiel die Wasserpest oder der Wasserschlauch. Beim Bepflanzen sollte darauf geachtet werden, dass nur wenig nährstoffhaltige Erde in das Teichwasser gelangt. Bei Neupflanzungen sollte spezielle Wasserpflanzenerde verwendet werden.

Wasserwerte regelmäßig messen !

Die Qualität des Teichwassers sollte regelmäßig kontrolliert werden, speziell dann, wenn das Teichwasser grün ist. Der pH-Wert sollte zwischen acht und zwölf liegen. Die Wasserhärte kann mit speziellen Mittelchen auf das geeignete Niveau gebracht werden! Hierfür werden Mikro-Organismen aktiviert.

Dauerhafte Bekämpfung der Fadenalgen

Bevor wir mit dem bekämpfen der Fadenalgen beginne sollten wir so viele Fadenalgen wie möglich per Hand aus dem Teich entfernen.Damit sie nicht als Biomasse in der Pumpe bzw. im Teichfilter landen.

 Wir empfehlen den Koi Teich am Anfang des Fadenalgen Wachstums mit Teichsalz aufzusalzen. Das Salz ist ein Natürliches Produkt und es ist eine wohltuende Kur für die Koi.

Fadenalgenmittel mit Langzeitwirkung sind zum Beispiel Alg-Stop, Colombo Algisin, Tateshita Fadenalgen-EX Langzeit, Algenkiller, Tateshita Fadenalgen-EX Direkt.

Diese Mittelchen sorgen dafür, dass bereits bestehende Algen absterben und sie verhindern, dass sich neuen Algen bilden. Das Wachstum wird bis zum Absterben komplett gehemmt. Nicht nur die Art der Anwendung, sondern auch die Wirkungsweise ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. In der Regel wird die Flüssigkeit oder das Pulver unverdünnt in das Teichwasser gegeben. Im ersten Monat erfolgt die Behandlung je nach Mittel zwei- oder dreimal. Der Prozess dauert mehrere Wochen. Es ist wichtig, jeden Monat eine Nachbehandlung durchzuführen.