Teichpflanzen für jede Wassertiefe: Ein umfassender Leitfaden
Teichpflanzen für jede Wassertiefe: Die besten Pflanzen für Feuchtzone, Sumpfzone, Flachwasser und Tiefwasser
Ein gut angelegter Gartenteich lebt von seiner Bepflanzung. Die richtigen Teichpflanzen sorgen nicht nur für einen schönen Anblick, sondern stabilisieren das gesamte Ökosystem, halten das Wasser klar und schaffen Lebensraum für unzählige Tiere. Viele Teichprobleme – Algen, trübes Wasser, Sauerstoffmangel – lassen sich mit der passenden Bepflanzung deutlich reduzieren. In diesem Leitfaden zeige ich dir, welche Pflanzen in welcher Wassertiefe am besten funktionieren, wie du sie richtig kombinierst und was du bei der Pflege beachten solltest.
1. Warum Teichpflanzen so wichtig sind
Teichpflanzen sind mehr als Deko. Sie sind das Fundament eines gesunden Gartenteichs. Wenn du sie clever auswählst, sparst du dir später viel Arbeit.
Das leisten Teichpflanzen:
- Verbessern die Wasserqualität: Wurzeln binden Nährstoffe, sorgen für Sauerstoff und verhindern, dass das Wasser „umkippt“.
• Reduzieren Algen: Pflanzen nehmen dieselben Nährstoffe auf, die Algen zum Wachsen brauchen – und gewinnen meist.
• Schaffen Lebensraum: Fische, Frösche, Libellen und Kleintiere nutzen sie als Versteck, Nahrung oder Laichplatz.
• Bringen Struktur & Farbe: Von Sumpfdotterblume bis Seerose – Pflanzen machen aus einem Teich überhaupt erst ein Schmuckstück.
2. Die vier Teichzonen – und welche Pflanzen dort wirklich funktionieren
Jede Zone hat eigene Bedingungen. Wenn du das beachtest, wachsen die Pflanzen praktisch von allein.
2.1 Feuchtzone (Wechselnass, Randbereich)
Hier steht der Boden immer wieder mal im Wasser. Viele Stauden lieben das und wachsen hier besonders kräftig.
Geeignete Pflanzen
Greiskraut (Ligularia)
Große Blätter, kräftige gelbe Blüten – wächst üppig in feuchten, schattigen Lagen. Beliebt bei Insekten und ein echter Hingucker.
Trollblume (Trollius)
Leuchtend gelbe Kugelblüten im späten Frühjahr. Mag feuchten Boden und ist ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge.
Dreimasterblume (Tradescantia)
Pflegeleicht, blühfreudig, attraktive Blätter. Wächst in Sonne wie Halbschatten, sorgt für Farbe und zieht viele Bestäuber an.
💡Gestaltungstipp
Kombiniere auffällige Blütenpflanzen mit ruhigeren Grünstrukturen. Gruppenpflanzungen – z. B. Blutweiderich – bringen Tiefe und wirken natürlicher.
2.2 Sumpfzone (0–10 cm Wassertiefe)
Diese Zone ist ständig nass, aber nie richtig tief. Viele klassische Teichpflanzen sitzen hier.
Geeignete Pflanzen
Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
Eine der ersten Blüher im Jahr. Leuchtendes Gelb, völlig unkompliziert und perfekt für dynamische Farbkontraste.
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Kardinals-Lobelie (Lobelia cardinalis)
Knallrote Blüten, ideal für halbschattige Bereiche. Wirkt im Sommer extrem kräftig und zieht viele Insekten an.
Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris)
Zarte blaue Blüten, die sofort romantische Stimmung bringen. Passt gut an Bachläufe oder sanfte Übergänge.
💡Gestaltungstipp
Arbeite mit verschiedenen Höhen. Korkenzieherbinse („Spiralis“) bringt Struktur und passt perfekt zwischen niedrigere Blühpflanzen.
2.3 Flachwasserzone (10–40 cm Wassertiefe)
Hier fühlen sich Pflanzen wohl, die ihre Wurzeln im Wasser haben, aber Blätter über die Oberfläche bringen.
Geeignete Pflanzen
Zwerg-Rohrkolben (Typha minima)
Die kleine Variante des Kolbens. Ideal für kleinere Teiche, wächst nicht so aggressiv und gibt vertikale Struktur.
Zwergkalmus (Acorus gramineus)
Schwertförmige Blätter, pflegeleicht, duftet leicht aromatisch. Kann auch in Pflanzkörben gehalten werden.
💡Gestaltungstipp
Setze Flachwasserpflanzen am besten in Körbe. Damit verhinderst du unkontrolliertes Ausbreiten – gerade beim Hahnenfuß wichtig.
2.4 Tiefwasserzone (ab 40 cm Wassertiefe)
Das Reich der Seerosen und Unterwasserpflanzen. Diese Pflanzen stabilisieren den Teich am stärksten.
Geeignete Pflanzen
Seerosen (Nymphaea)
Der Klassiker. Blühen in vielen Farben und decken die Wasseroberfläche großflächig ab – ideal zur Algenreduktion.
Tipp: Je größer der Teich, desto größer die Sorte. Kleine Sorten passen nicht in tiefe, große Teiche.
Wasserstern (Callitriche)
Unterwasserpflanze, die Sauerstoff liefert, Fischen Schutz bietet und das Wasser natürlich filtert.
💡 Gestaltungstipp Tiefwasserzone
Seerosen immer in Pflanzkörbe setzen. Das erleichtert Rückschnitt und Pflege enorm.









3. Pflege der Teichpflanzen
Die Pflege ist nicht kompliziert, aber konsequent hilft viel.
- Regelmäßig kontrollieren: Kranke Blätter und übermäßiges Wachstum früh erkennen.
• Gezielt düngen: Spezieller Teichpflanzendünger reicht – im Frühjahr starten, danach alle 4–6 Wochen, je nach Art. - (Die tatsächliche Notwendigkeit hängt stark von der spezifischen Pflanzenart, der Wassertemperatur und dem Nährstoffgehalt des Teichs ab.)
• Rückschnitt: Abgestorbene Teile sofort rausnehmen. Das verhindert Fäulnis, verbessert die Wasserqualität und dämpft Algenwachstum.
• Überwinterung beachten: Empfindliche Pflanzen tiefer setzen oder den Wasserspiegel anpassen.
4. Fazit: Ein gut geplanter Teich lebt länger – und sieht besser aus
Wenn du die Zonen deines Teiches verstehst und mit passenden Pflanzen arbeitest, läuft der Teich fast von allein. Die Mischung aus Feuchtbereich, Sumpfzone, Flachwasser und Tiefwasser bringt Struktur, Farbe und biologische Stabilität. Seerosen, Sumpfdotterblume, Rohrkolben & Co. machen deinen Teich nicht nur schöner, sondern gesünder. Ein harmonisch bepflanzter Teich lockt Tiere an, bleibt klarer und ist langfristig deutlich pflegeleichter.
Tipps:
Entfernen Sie abgestorbene Blätter und Unkraut, um die Nährstoffkonkurrenz zu verringern.
Eine gute Möglichkeit, Algenwachstum zu reduzieren, ist die Förderung von Pflanzen, die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen
Zu den idealen Pflanzen für die Tiefwasserzone zählen Wasserlilien, Hornblatt und verschiedene Arten von Unterwasserpflanzen.
Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und senken Sie den Wasserstand, um Frostschäden zu vermeiden.
Zwerg-Rohrkolben und Zwergkalmus sind ideal. Beide wachsen kontrolliert und bringen Struktur ins Flachwasser.
Im Frühjahr starten, danach bei vielen Arten alle 4–6 Wochen. Nur speziellen Teichpflanzendünger nutzen.
Seerosen, Wasserstern, Schilf und andere nährstoffhungrige Pflanzen. Sie binden Nährstoffe, die Algen sonst nutzen würden.
Einfach: Feuchtzone 0 cm, Sumpfzone 0–10 cm, Flachwasser 10–40 cm, Tiefwasser ab 40 cm. Pflanzenetikett checken.
Ja – die meisten. Regelmäßig Rückschnitt, gelegentlich Dünger und genug Platz reichen völlig.
