Teichberatung bei Algenplage

Ein schöner Teich ist das Nonplusultra für einen idyllischen Garten. Dass so ein Gartenteich auch viel Arbeit mit sich bringt, unterschätzen die meisten. Eben war das Wasser noch schön klar, ähnelt es plötzlich eher einem Sumpf – das Teichwasser ist grün.
Dies kann vielerlei Gründe haben, weshalb man alle möglichen Auslöser beleuchten sollte.
Eines jedoch ist klar: Hierbei handelt es sich um mikroskopisch kleine Algen, die mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind. Genauer gesagt Schwebealgen oder auch Algenblüte genannt. Die grüne Farbe entsteht durch die Photosynthese der Alge, die bei zu vielen Nährstoffen und Sonnenlicht begünstigt wird.
Eine Algenplage kann verschiedene Auslöser haben. Besonders am Anfang besteht eine besonders hohe Gefahr, da sich das biologische System noch nicht angepasst hat und dadurch sensibler wird.
Dazu bringt das frische und neue Wasser viele Nährstoffe mit sich, die eine Algenplage begünstigen. Am ersten Tag fällt nichts auf, aber nach ein paar Tagen kommt der Schock. Das Teichwasser ist grün. Deshalb ist Leitungswasser zu empfehlen, da es nicht so viel Nitrat und Phosphat enthält.

Hier werden ein paar mögliche Tipps aufgezählt, damit die grüne Suppe wieder zur kleinen Oase wird.

Zu viel Sonnenlicht und/oder Nährstoffe

Das Teichwasser ist grün. Das könnte an dem Sonnenlicht liegen, denn Algen lieben Licht. Ein schattiger Platz wäre daher ratsam. Optimal wäre, gleich am Anfang einen schattigen Ort für den Teich auszuwählen.
Wenn der Teich bereits seinen festen Platz hat, ändert sich die Sachlage. In dem Fall wäre eine Überdachung eine Überlegung wert.
Eine Segeltuchplane könnte hier Abhilfe schaffen. Solche eine Plane lässt sich gut in den Garten integrieren, weil sie in verschiedenen Formen und Farben erhältlich ist.

Bei Teichen ohne Fische wäre eine Bepflanzung eine weitere Option. Da Wasserpflanzen Nitrat benötigen, bleibt für die Algen am Ende nichts übrig. Des Weiteren sollten die Pflanzen im Herbst abgeschnitten werden, damit das Nitrat auch wirklich aus dem Wasser entfernt wird. Sonst besteht die Gefahr, dass alles von vorne anfängt und das Teichwasser sich wieder grün färbt.

Eine weitere Möglichkeit wären Clear Water Tabs. Diese wurden von der Abwassertechnik entwickelt. Die darin enthaltenen Bakterien reduzieren nicht nur den Nitratgehalt innerhalb von drei bis acht Wochen, sondern vergasen zusätzlich Fischkot und Schlamm aus dem Gartenteich.

Eine Tierische Abhilfe könnte zur Nährstoffreduzierung beitragen. Wasserflöhe und Hüpferlinge eignen sich hierfür, weil sie sich von den Nährstoffen ernähren. Wunder bewirken können sie allerdings nicht. Wenn das Teichwasser von zu vielen Algen befallen ist, können die Tierchen auch nicht mehr weiterhelfen.
Als tierische Abhilfe wären Fische eine weitere Option gegen grünes Teichwasser. Silberkarpfen wären hier praktische Mithelfer. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Fischart ziemlich groß wird, die meisten Teiche daher zu klein und dementsprechend keiner artgerechten Haltung entsprechen würden.
Minderwertiges Futter der Fische begünstigen zudem den Algenbefall, es sollte also qualitativ hochwertiges Fischfutter sein.
Auch sollte die Menge kontrolliert werden. Zu viel Futter wird nicht gefressen und bleibt für die Algen übrig.