Koiteich: Alles rund um den Koiteich

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    Koiteich – planen und genießen

    Der Koiteich ist wohl die Krönung eines Gartens. Allerdings ist die Haltung dieser schönen Tiere etwas kompliziert. Wer einen Koiteich bauen möchte, sollte sich daher genau über ihre Bedürfnisse Infomieren.

    Wassertemperatur

    Die optimale Wassertemperatur des Koiteichs verändert sich mit den Jahreszeiten. Im Frühling sollte sie zwischen 14 und 18 °C liegen. Von Juni bis August ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht wärmer wird als 26 °C.
    Im Herbst darf die Temperatur wieder sinken. In diesen Monaten sind 15 bis 20° ideal. Im Winter fallen die Fische schließlich in ihre Kältestarre. Dafür benötigen sie jedoch weiterhin mindestens 4 °C Wassertemperatur. Die Teichoberfläche darf in dieser Zeit stellenweise gefroren sein. Über offene Bereiche, die notfalls künstliche eisfrei gehalten werden müssen, ziehen Faulgase ab. Gleichzeitig dienen sie dazu, dem Wasser Sauerstoff zuzuführen.

    Koiteich
    Schöner kleiner Koiteich

    Andere Wasserwerte


    Neben der richtigen Temperatur sollten regelmäßig weitere Werte kontrolliert werden. Dazu gehören der Sauerstoffgehalt (über 8 mg/l Wasser), der pH-Wert (6,5-8) sowie der Gehalt von Ammoniak, Ammonium, Kupfer, Nitrat und Nitrit.

    Standort

    Am besten wählt man den Standort des Koiteichs so, dass die Wasseroberfläche ein Drittel des Tages im Schatten liegt. Die restliche Zeit darf die Sonne direkt auf den Teich fallen. Auf diese Weise verhindert man ein Überhitzen im Sommer.
    Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass keine Laubbäume in unmittelbarer Nähe stehen. Diese würden im Herbst das Wasser verunreinigen. Bessere Schattenspender sind Bambus, immergrüne Hecken oder Chinagras.
    Nicht zu vergessen sind außerdem notwendige Filteranlagen, Belüftung und die Teichbeleuchtung. Diese benötigen Strom. Der Teich sollte daher in der Nähe von bereits vorhandenen Außensteckdosen geplant werden. Auch ein Angrenzen an die Terrasse ist kein Problem.

    Größe des Koiteichs

    Im Freien leben Kois in Gruppen. Auch in Gefangenschaft fühlen sie sich am wohlsten, wenn ihnen einige Artgenossen zur Verfügung stehen. 10 bis 20 gemeinsam gehaltene Tiere gelten als optimal. Pro Tier ist mit etwa 1000, besser 1500 Litern Wasser zu rechnen. Wer einen Koiteich anlegen möchte, sollte diese Dimensionen unbedingt bedenken.
    Wird die Mindestmenge Wasser unterschritten, heizt das Wasser im Sommer zu schnell auf. Auch Krankheiten und Parasiten befallen dann innerhalb kurzer Zeit den gesamten Besatz.

    Was es bei der Fütterung zu beachten gibt

    Als Allesfresser benötigt der Koi Abwechslungsreiche Kost, die seinem natürlichen Nahrungsangebot entspricht. So eignen sich, neben handelsüblichen Futterpellets, außerdem Mückenlarven zur Fütterung. Auch kleine Muscheln sowie Regenwürmer sollten auf dem Speiseplan nicht fehlen.
    Gleichzeitig dürfen die Fische nicht überfüttert werden. Kois hören von selbst nicht auf zu fressen, auch wenn sie satt sind. Außerdem senken Futterreste im Teich die Wasserqualität und können Krankheiten begünstigen. Bleibt nach einer Fütterung Futter übrig, sollte dies daher entfernt werden.
    Des Weiteren orientiert sich der Futterbedarf der Kois an der Wassertemperatur. Im Sommer benötigen sie daher mehr Nahrung als in kühleren Monaten.

    Koiteich bauen – Hinweise und benötigte Technik

    Am einfachsten und gleichzeitig langlebigsten ist der Betonteich. Bei ihm bilden sich, im Gegensatz zur Teichfolie, keine Falten, in denen sich Schlamm und Dreck sammeln könnte. Außerdem lässt sich direkt eine Wärmedämmung mit verbauen. Ist es irgendwann an der Zeit, den Teich zu leeren, können Algen an den glatten Betonwänden ganz einfach mit einem Hochdruckreiniger entfernt werden.
    Wer einen artgerechten Koiteich anlegen möchte, sollte mit einem Volumen von mindestens 10 m³ rechnen. In diesem Teich hätten bis zu 10 Kois Platz.
    Der Koiteich muss außerdem in jedem Fall mindestens 1,5 m tief sein. In dieser halten die Fische ihre Winterruhe. Eine geringere Tiefe geht daher zulasten ihrer Gesundheit.
    Um den Kois eine möglichst große, nutzbare Fläche zu verschaffen, sollten die Teichwände steil sein. Auf diese Weise erhält der für zehn Tiere angelegte Koiteich eine Mindestfläche von 11 m².
    An dieser Stelle muss es natürlich nicht enden. Wer seinen Kois mehr Platz bieten oder auch eine größere Gruppe halten möchte, sollte sich jedoch beim örtlichen Bauamt erkundigen. Ab welcher Größe für den Bau eines Gartenteiches eine Baugenehmigung erforderlich ist, variiert von Bundesland zu Bundesland.
    Ein Teichfilter ist beim Bau eines Koiteiches unabdingbar. Idealerweise besteht dieses aus mehreren Filtern, denen eine Teichpumpe nachgeschaltet ist. So wird der Koiteich optimal gereinigt.
    Um das Wasser keimarm zu halten, eignen sich zusätzlich UVC-Lampe. Besonders im Sommer kann außerdem eine Membranpumpe notwendig werden. Diese wälzt das Wasser um und versorgt es gleichzeitig mit Sauerstoff.
    Wer eine natürlichere Lösung sucht, kann auch einen kleinen Wasserfall anlegen. Mit eigenem Bachlauf bereichert dieser gleichzeitig das Gesamtbild der Teichlandschaft. Kois lieben außerdem die leichte Strömung, die unter dem Wasserfall entsteht. Dabei muss jedoch die Lärmentwicklung beachtet werden. Ein zu lauter Wasserfall stresst die sensiblen Tiere.

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